Gicht

Wenn Gelenke sauer werden

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Was ist die Gicht?

Die Gicht ist eine entzündliche Gelenkerkrankung, die durch einen erhöhten Harnsäurespiegel im Blut verursacht wird. Diese überschüssige Harnsäure bildet Kristalle, die sich in den Gelenken ablagern und zu akuten Gichtanfällen führen können.



Ursachen

Die Hauptursache für Gicht ist eine gestörte Harnsäureverwertung im Körper. Risikofaktoren können genetische Veranlagung, unausgewogene Ernährung, übermäßiger Alkoholkonsum und bestimmte Medikamente sein.



Symptome

Gichtanfälle treten plötzlich auf und sind von intensiven Schmerzen begleitet. Typischerweise sind die Gelenke, besonders das Grundgelenk des großen Zehs, betroffen. Der Anfall kann nachts beginnen und geht oft mit geschwollenen, geröteten und übermäßig empfindlichen Gelenken einher. Die Schmerzen können so stark sein, dass selbst der Kontakt mit einer leichten Berührung unerträglich ist. Gichtanfälle können Stunden bis Wochen dauern und verschwinden dann oft von selbst.

Chronische Gicht: Bei unbehandelter oder wiederkehrender Gicht können chronische Symptome auftreten. Dazu gehören dauerhafte Gelenkschäden, die zu Deformitäten führen können, sowie die Bildung von Gichtknoten (Tophi) unter der Haut. Chronische Gicht kann zu wiederholten Gichtanfällen führen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Es ist wichtig, chronische Gicht mit Medikamenten zu behandeln, um die Harnsäurewerte zu kontrollieren und zukünftige Anfälle zu verhindern.



Behandlung

Akute Gichtanfälle:
  • Entzündungshemmende Medikamente: Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) lindern Schmerzen und Entzündungen.
  • Colchicin: Ein Medikament, das Gichtanfälle behandelt und vorbeugt.
  • Kortison: einseltenen Fällen wird auch eine kurzfristige Behandlung mit Kortison durchgeführt.

Langfristige Therapie:
  • Medikamente zur Senkung des Harnsäurespiegels: Allopurinol und Febuxostat reduzieren die Harnsäureproduktion.
  • Lebensstiländerungen: Gewichtsmanagement, Reduzierung von Alkoholkonsum und purinhaltiger Nahrung.



Tipps zur Selbsthilfe

Folgende Änderungen des Lebensstils können helfen, die Häufigkeit von Gichtanfällen zu reduzieren:

  • Ernährung anpassen: Vermeiden Sie Lebensmittel, die reich an Purinen sind, da Purine zu einem Anstieg der Harnsäure im Blut beitragen können. Dazu gehören rotes Fleisch, Innereien, Meeresfrüchte, Alkohol (insbesondere Bier) und stark zuckerhaltige Getränke.
  • Flüssigkeitszufuhr erhöhen: Trinken Sie ausreichend Wasser, um die Ausscheidung von Harnsäure zu fördern. Dies kann dazu beitragen, die Konzentration von Harnsäure im Blut zu reduzieren.
  • Gewichtsmanagement: Eine gesunde Gewichtsabnahme, falls notwendig, kann die Harnsäurewerte senken und das Risiko von Gichtanfällen verringern.
  • Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität kann dazu beitragen, das Gewicht zu kontrollieren und die allgemeine Gesundheit zu verbessern. Es sollte jedoch vermieden werden, intensive Übungen während eines Gichtanfalls durchzuführen.
  • Vermeidung von Alkohol: Insbesondere Bier und hochprozentige Spirituosen können Gichtanfälle auslösen oder verschärfen. Es ist ratsam, den Alkoholkonsum zu reduzieren oder zu vermeiden.






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Die Informationen auf dieser Seite können und sollen keinen Besuch bei einem Arzt oder Ärztin ersetzen und sollen weder zur Selbstdiagnose noch -therapie anleiten. Bitte wenden Sie sich an Ihre Hausärztin oder Hausarzt wenn Sie gesundheitliche Beschwerden haben.



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